Sonntag, 1. Januar 2012

2012!!

Heute ist es den 1.Januar. Wir wuenschen alle einfrihes neues Jahr!

Gestern war hier nicht soviel los. Rund uns rum machen die schon Musik und feiern ein bisschen, aber wir sind zuhause geblieben und haben ein Film geguckt.
Der 1.Januar ist in Haiti ein grosses Fest. Das wird gross mit der Familie gefeiert. Die essen und trinken dann zusammen. An diesem TAg wird dann Brot gegessen und Cacao getrunken, Tradition.

Wir waren heute bei Madame To(unsere Nanny) eingeladen. Es gab eine gute suppe und da waren auch alle Familiemitglieder da. Sehr schoen.

Heute nachmittag gehen wir zur unseren lokalen Restaurant um Brot mit Cacao zu holen. Mal gucken wie as schmeckt.

So jetzt sind die Feiertagen rum, was auch wieder schoen ist. Das neue Jahr hat angefangen, und wir hoffen das beste fuer 2012.

Freitag, 30. Dezember 2011

Internet!!

Hallo liebe Menschen,

Wir haben selber internet. Es funktioniert nicht immer fantastisch, aber es ist schoen das wir jetzt internet zuhause haben. Jetzt fangen wir wieder mit unsere blogspot an.

Wir wuenschen alle ein guten rutsch ins neue Jahr!

Bei uns wird die Jahrwechselung ein bisschen ruhig, warscheinlich das erste al seit wir erwachsen sind, das wir vor 12 Uhr ins bett gehen... Na ja alles geht weiter.

Wir melden uns schnell wieder!

Michael und Esther

Sonntag, 16. Januar 2011

Supermarkt !!





































Auf den lokalen Märkten kaufen wir unsere Nahrungsmittel ein.
Das Angebot ist sehr Saison abhängig und längst nicht so vielseitig wie wir das von Deutschland gewöhnt sind.
Grundnahrungsmittel sind Reis, Süßkartoffeln, Kochbananen (kann man lecker Chips draus machen) und Bohnen.
Hier gibt es mindestens 5-6 verschiedene Sorten Bananen.
Bei den Haitianern vergeht kein Tag ohne das Bananen auf den Tisch kommen.
Gemüse, die man beinahe das ganze Jahr kaufen kann, sind Obergine, Kaotten, Weißkraut, Papaya (ist in unreifem Zustand lecker als Gemüse).
Das Angebot an Obst umfaßt Orangen (süß und sauer), Mangos, Grapefruit. Das war es.
Man kann auch "frisches " Fleisch kaufen.
Wir bevorzugen Ziege. Kannten das vorher auch nicht, ist aber lecker.
Der Vorteil bei Ziegen ist, das sie in der Regel keine auf den Menschen übertragbaren Krankheiten haben.
Im Ofen geschmort, mit Senf bestrichen, dazu Kartoffeln, Zwiebeln und grüne Bohnen.
Ein echtes Festmahl!!
















Straßen in Haiti





























Die Straßen in Haiti sind echt die mega Katastrophe.
Jeder Feldweg in Deutschland ist eine Autobahn dagegen.
Richtig spannend und zum Abenteuer wird es erst dann richtig, wenn es ordentlich geregnet hat.
Bei trockenen Gegebenheiten brauchen wir in die nächste grössere Stadt (Port de Paix) 60-90 Minuten.
Sind die Straßen dagegen durch den Regen aufgeweicht, wird die Fahrt zu einer Schlammschlacht.
Anne-Marie brauchte dann auch schon mal 7 Stunden bis in die Stadt.
Esther und ich sind oft mit dem Motorrad unterwegs. Aufgrund der Straßenverhältnisse gleicht die Farhrt mehr einem Motorcrossrennen. Vorallem für Esther, die als Beifahrer hinten auf dem Motorrad sitzt, ist es echt anstrengend und alles andere als entspannt.
Ab und zu können wir den Geländewagen von Rob und Anne-Marie ausleihen, vorallem um in Port de Paix mal was einzukaufen.
Um nach Port de Paix zu kommen müssen wir einen Fluß überqueren.
Nach heftigem Regenfall, ist der jedoch nicht passierbar und man muß warten bis der Wasserstand wieder sinkt.

Unsere große Liebe































































































































































































Das ist unser Levi. Am 18.Juli 2010 hat er das Licht der Welt erblickt.
Seine Mutter kam, getragen mit einem Bett in unsere Klinik.
Levi war bereits unterwegs geboren.
Seine Zwillingsschwester wurde leider totgeboren.
Nach der Entbindung verlor sie viel Blut.
Anne-Marie wollte sie zur Bluttransfusion ins Krankenhaus fahren.
Auf dem Weg verstarb Levis Mutter.
Da der Vater nicht in Lage war sich um ihn zu kümmern, haben wir ihn bei uns aufgenommen.
Von Anfang hatten Esther und ich eine tiefe Liebe und Verbindung zu ihm.
Seine Mutter war HIV positiv und somit war die Chance groß, dass auch Levi mit der Krankheit infizert ist.
6 Wochen haben wir ihn mit Medikamenten behandelt, die das Risiko mindern.
Kinder, die HIV posiiv sind haben versterben in aller Regel schnell.
Die Vorstellung, dass Levi mit der tödlichen Krankheit infiziert sein könnte, hat uns sehr traurig gemacht.
Das war für uns eine sehr gespannte Zeit.
Viele Freunde haben für Levi gebetet.
Nach 2 Monaten lagen Esther und ich uns weinend in den Armen; Levis HIV-Test ist negativ.
Gott sei dank.
Wir wollen ihn adoptieren.
Zur Zeit sind wir in Deutschland, um die Adoptionspapiere zu regeln.
Die Zeit in der wir in Deutschland sind ist Levi in guten Händen bei Jacques und Isabelle, einem französischen Ehepaar, die mit uns zusammen im Gästhaus wohnen.
Wir vermissen Levi jeden Tag sehr und freuen uns tierisch wieder bei ihm zu sein.

Samstag, 4. Dezember 2010

Umgebung Gästehaus






















Wir leben auf einem Plateau von ca 30-50.000 qm in schöner Umgebung.
Rund um das Plateau fließt ein Fluß in einer Ebene die ca 100m tiefer liegt .
Der Fuß wird in vielerlei Hinsicht von den Einwohnern genutzt.
Wäsche waschen, baden, Trinkwasser, Nahrungsquelle.
Es gibt kleinere Fische und Flußkrebse.
Wenn es ordentlich regnet steigt der Fluß um ein vielfaches an.
Dadurch werden viele Menschen ageschlossen, können also auch
nicht zur Klinik kommen ,wenn sie krank sind.

Die 2. schlimme Folge ist, dass die Gärten durch das reissende Wasser zerstört werden.

Der Ertrag der Gärten ist oftmals die einzige Existenzgrundlage der Menschen hier.

Das ist die Aussicht von unserer Terasse. (2. Bild).





Wenn wir nicht arbeiten sitzen wir viel dort.

Samstag, 27. November 2010

Cholera-Epidemie






























Die Cholera-Epidemie (eigentlich bessere Endemie) betrifft mittlererweile ganz Haiti.
Die Patienten versterben an dem hohen Wasser- und Mineralverlust.

Der Transport erfolgt mitttels Bett, dass von starken Männern getragen wird.
Je nachdem woher die Leute kommen benötigen sie mehrere Stunden.
Falls die Patienten den Transport überleben sind sie meist in extrem schlechten Zustand.
Total ausgetrocknet, ausgemerkelt, häufig kaum noch ansprechbar mit dem

Markenzeichen für die Cholera: extrem hohle Augen.

Die Krankheit ist eine Blickdiagnose. Man sieht den Patienten und weiß sofort: Cholera!!


Seit 4 Wochen sind wir nun im Einsatz die Patienten zu behandeln.
Die Therarapie besteht in Infusionen (Ringerlactat) und in der Gabe von Minerallösungen zum trinken.

Am Anfang der Endemie hatten wir nicht die speziellen Infusionen und auch kein Mineralösungen, sodass 1/4 bis 1/3 der Patienten verstarb.

Dank anderen Hilfsorganisationen (Unicef, Ärzte ohne Grenzen us.w), die uns entsprechend ausgerüstet haben, ist die Rate der Verstorben extrem zurückgegangen.

Anne-Marie, Esther und ich teilen uns die Dienste.

Anne-Marie 1 Woche; Esther und ich 1 Woche.

Das bedeutet, dass jede Nacht nicht nur wegen Levi (unserem kleinen Sohn) unterbrochen wird, sondern auch um Infusionen zu wechseln, den Zustand der Patienten zu beurteilen, neue Patienten aufnehmen usw.

Obwohl wir manchmal auf dem Zahnfleisch gehen, erleben wir doch jeden Tag das Gott uns trägt, uns Kraft gibt, um weitergehen zu können. Das ist bei allem schweren eine wunderbare Erfahrung.

Gott sorgte auch dafür das wir in dieser Zeit nicht viel andere Notfallpatienten hatten ( und keine Geburt), auch die Anzahl der Patienten in der Klinik ist deutlich weniger als sonst.

Mit einem Ende der Choleraendemie ist noch nicht zu rechnen.

Der Gipfel wird Ende November erwartet.

Wenn auch die Anzahl der Patienten abnehmen wird, so stirbt die Cholera nie wirklich aus und es ist damit rechnen dass es die nächsten 5-10 Jahre immer wieder Cholera-Erkrankte geben wird.


Keine schönen Aussichten!